8. Dezember 2015
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Who runs the world?

Als Frau* in höhere Berufspositionen aufzusteigen ist fast unmöglich. Die gläserne Decke ist eine, von unserer Gesellschaft konstruierte Barriere, die Frauen* den Aufstieg erschwert oder sogar völlig unmöglich macht. Wir können sie uns wie eine gläserne Kuppel vorstellen. In der Kuppel sitzt der Großteil aller Frauen* und muss zusehen wie Männer* die Kuppeldecke ganz einfach auf ihrer Karriereleiter überwinden können, während ihnen selbst Steine in den Weg gelegt werden.

Man(n) kann nicht alles haben, oder etwa doch?

Momentan ist das Erfolgsrezept als weißer Cis-Mann geboren zu werden, denn diese Voraussetzungen ebnen die meisten Wege zum Ziel schon von selbst.
Während ihm schon vom Zeitpunkt seiner Geburt an die meisten Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, haben Frauen* oft nicht einmal die Möglichkeit sich zwischen Familie und Beruf zu entscheiden, bzw. beides wählen zu dürfen. Denn wer besser verdient, geht in der Regel auch nicht in Karenz.

We can do it!

Die gläserne Decke ist eine Mauer von Gewalt. Wenn Menschen aufgrund ihres Geschlechts weniger verdienen oder kaum Chancen haben auch in Führungspositionen zu arbeiten, kommt nur selten ein Aufschrei in der Gesellschaft. Seit hunderten Jahren werden Frauen* in unserem System unterdrückt und langsam aber sicher wird das Bild vermittelt, dass es ok ist. Es ist in Ordnung, dass ich als Frau* mehr als ein fünftel weniger verdiene als meine männlichen* Kollegen*. Es ist in Ordnung, dass ich zu 90 prozentiger Sicherheit statt meinem Partner in Karenz gehen werde. Es ist in Ordnung, dass ich schon vom Zeitpunkt meiner Geburt an von Grund auf deutlich schlechtere Chancen habe Karriere zu machen. Und es ist in Ordnung, dass die Gesellschaft diese Ungerechtigkeit sieht und nichts unternimmt.
NEIN! Es ist nicht in Ordnung und wir müssen aufhören uns den Normen, die unsere Gesellschaft uns vorschreibt, unterzuordnen. Wir werden einfach aufgrund unseres Frau*seins als der schwache und unfähige Teil der Gesellschaft angesehen, aber das sind wir nicht. Wir machen mehr als die Hälfte der gesamten Weltbevölkerung aus, wir arbeiten hart und wir sind stark und genau so können wir diese Ungerechtigkeit gemeinsam besiegen. Denn langsam kommt auch Bewegung in das alte System und immer mehr Frauen* arbeiten sich unermüdlich an die Spitzenpositionen, und wir sollten es niemandem besonders schwer machen, dieses gewünschte Ziel auch erreichen zu können.

Die gläserne Decke rechtfertigt sich oft mit dem Großteil an Frauen, die in Karenz gehen, oder mit der deutlich höheren Anzahl an Frauen*, die in weniger gut bezahlten Positionen arbeiten wie Männer*. All diese Faktoren hängen damit zusammen, dass wir benachteiligt werden, weil wir Frauen* sind. Und es ist unser Frau*sein alleine, das uns weniger wert macht, als Männer*.
Es ist höchste Zeit Frauen* die gleichen Chancen und Möglichkeiten wie Männern* zu verschaffen. Denn die Frage ist nicht, in wie weit wir Frauen* eigentlich gleichberechtigen wollen; die Frage ist, wann es denn endlich Gleichberechtigung und Gleichstellung gibt.

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