29. November 2017
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Rechts auf der Überholspur

In diesem Artikel erklärt euch eine Schülerin etwas über rechte Organisationen.
Außerdem nimmt sie zu dem globalen Rechtsruck Stellung.

Die ganze Welt hat in den letzten beiden Jahren einen heftigen Rechtsruck erfahren.

Zuerst Donald Trump in den USA. Danach Frauke Pertry in Deutschland. Marie Le Pen in Frankreich. Geert Wilders in den Niederlanden und last but not least Norbert Hofer in Österreich.
Personen mit rechten Anschauungen gewinnen Stimmen.

An den letzten Nationalratswahlen in Österreich sieht man auch:
Rechts gewinnt Wähler_innen dazu und Links verliert welche. Das ist aber nicht zum ersten Mal so. Schon lange vor dem zweiten Weltkrieg gab es immer wieder Organisationen und Gruppierungen, die rechte Anschauungen stolz vertraten. Heute gibt es auch noch einige. Manche mit beängstigender Nähe im Programm zur NSDAP.

 

Weil ich euch einen kleinen Einblick geben möchte wie die Lage zur Zeit bei uns in Österreich ausschaut sind hier zwei bekannterechtspopulistischen Gruppen:

Die rechte Gruppe, die als am aktivsten in Österreich zählt, ist die „ Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik“ oder kurz AFP. Sie ist seit 1963 aktiv. Sie soll zwar nur wenige Mitglieder haben, aber zahlreiche Verbindungen zu Gruppen und Personen im In- und Ausland. Daher spielt sie eine wichtige europaweite Rolle. Von ihr werden auch rechte Veranstaltungen geplant und organisiert. Eines ihrer Ziele ist die Bekämpfung des NS-Verbotsgesetz.

Eine andere relativ Bekannte rechte Bewegung in Österreich ist „Die Identitäre Bewegung Österreichs“, kurz (IBÖ). Die Identitäre Bewegung hat ihren Ursprung in Frankreich und kam erst später zu uns nach Österreich als „Verein zur Erhaltung und Förderung der kulturellen Identität“. Ihr Ziel ist derEthnopluralismus“ was soviel wie „kulturelle Reinhaltung“ bedeutet.

Auch Mitglieder der FPÖ sind dort organisiert.

 

Hier noch einige andere rechtsextreme Organisationen:

  • Die Aula
  • Deutsche Kulturgemeinschaft (DKG)
  • Kritischen Demokraten
  • Neue Ordnung
  • Österreichische Landesmannschaft (ÖML)
  • Phoenix
  • Die Umwelt

 

Meiner Meinung nach sind rechte Anschauungen ein Werkzeug der Machthabenden, bzw. der herrschenden Klasse. Sie wollen uns gegeneinander aufhetzen und die Unterdrückung verharmlosen. Sie erfinden Ausreden, warum es gerechtfertigt ist, gewissen Menschen nicht zu helfen.

Warum sollte man schon  Menschen in „unser Land“ lassen? Ihnen Essen, genug Geld und eine Zukunft geben? Lieber doch schmeißen wir das Essen weg, lassen die Reichen noch reicher werden und Zukunft haben nur die, die hier geboren wurden.

Ich möchte nicht länger in einer Gesellschaft leben, in der man sich Demokratie und Gerechtigkeit vorspielt.
Ich möchte nicht länger in einer ausbeuterischen, kapitalistischen, rechten Gesellschaft leben.
Ich will nicht, dass wir wegen der gezogenen Landesgrenzen nach „unserem Wert“ für die Gesellschaft sortiert werden.

 

Zum Schluss vielleicht noch eine etwas aufheiternde Nachricht:

„Die Bunten“ waren auch eine rechtspopulistische österreichische Gruppe. Diese Gruppe machte viele Schlagzeilen wegen ihrer programmatischen Nähe zur NSDAP. Sie wurde aber zum Glück 2009 vom Verfassungsgerichtshof von den Gemeinderatswahlen ausgeschlossen.