2. November 2016
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Was wurde eigentlich aus Malala?

Malala wurde nach einer Heldin benannt. Und nachdem ihr ein Taliban in den Kopf geschossen hatte, weil sie für einen Zugang zu Bildung für alle Mädchen* kämpfte, wurde sie selbst zu einer.

Malala Yousafzai wurde 1997 im Swat-Tal (Pakistan) geboren. Hätte sich nicht schon damals ihr Vater für Bildung in ihrem Land eingesetzt und sich gegen die Taliban , die vor allem Mädchen* den Zugang zu Bildung verwehren wollten, stark gemacht, wäre Malala wohl nicht zu der Heldin geworden, die sie jetzt ist.

 

“All I want is an education and I am afraid of no one.”
“Alles, was ich möchte, ist Bildung, und ich fürchte mich vor niemandem.”

 

Schon mit 12 Jahren begann Malala für den Nachrichtensender BBC Urdu unter einem Pseudonym einen Blog zu schreiben, in dem sie erzählte, wie sie sich als Mädchen* in der Schule fühlte. Sie berichtete auch über die Angst, im Unterricht zu erscheinen – aufgrund von Terror-Attacken und der militärischen Aktivitäten im Swat-Tal. Malala und ihr Vater bekamen Morddrohungen, nachdem ihre Identität in einer Dokumentation enthüllt wurde.

 

„Extremists Have Shown What Frightens Them Most: A Girl With A Book.”
“Extremist_innen haben gezeigt, was ihnen am meisten Angst macht: Ein Mädchen mit einem Buch.”

 

Als Malala und ihre Freundinnen* im Oktober 2012 im Schulbus am Heimweg waren, wurde dieser von einem maskierten, bewaffneten Taliban gestürmt, der nach ihr suchte. Er schoss drei mal, mit einer Kugel traf er genau ihren Kopf. Wie durch ein Wunder überlebte die 15-jährige den Angriff und konnte nach monatelanger Therapie fast zur Gänze geheilt werden.

Nach dem versuchten Mord wurde Malala binnen kurzer Zeit weiltweit bekannt und geliebt. Über 2 Millionen Personen aus Pakistan unterschrieben eine Petition für das Recht auf Bildung. Darauf wurde Pakistans erstes Recht auf freie und verpflichtende Bildung erlassen.

 

“I Believe In The Power Of The Voices Of Women.”
“Ich glaube an die Kraft der Stimmen von Frauen.“

 

Malala wurde zur weltweiten Vertreterin für die 66 Millionen Mädchen*, die aufgrund von sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Faktoren keinen Zugang zu Bildung haben. 2013 gründete sie mit ihrem Vater den „Malala Fund“, um Mädchen* zu stärken, ihnen eine Stimme zu geben und Aufmerksamkeit dafür zu schaffen, dass Bildung für Mädchen* eine wichtige Rolle spielt. Im Dezember 2014 wurden Malala der Friedensnobelpreis und 500.000 $ verliehen – sie spendete das gesamte Geld für die Erschaffung von Schulen für Mädchen* in Pakistan.

Malala Yousafzai Foto: http://bit.ly/1PJeakR
Malala Yousafzai